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Orchi-Pot Gießtopf

Was ist ein Orchipot oder Gießtopf?

Gießtöpfe sind getöpferte und gebrannte "Becher" aus Ton mit geschlossenem Boden. Es gibt sie seit den 1980er Jahren. Neben einer attraktiven und dekorativen Präsentation der Pflanzen ist eine Langzeitbewässerung der tiiefere Sinn.
Für Gießtöpfe werden spezielle Tonsorten verwendet, und auch das exakte Brennen im Ofen ist entscheidend, ob das Wasser langsam diffundiert oder der Topf zu stark tropft. Zu kurz und zu niedrig gebrannt ergibt weiche, bröselige Gießtöpfe, zu langes oder heißes Brennen führt zu wasserundurchlässigen und leicht brechenden Töpfen. Ebenso ist nicht jeder Ton geeignet.

Ist ein Orchipot ein Gießtopf?

Grundsätzlich ist der Orchi Pot ein Gießtopf. Der Hersteller hat in Zusammenarbeit mit dem Botanischen Garten Jena den Gießtopf aber immer weiter entwickelt und unterscheidet sich deutlich von einem normalen Gießtopf

Links ist ein normaler Gießtopf, rechts der Orchi-Pot. Er unterscheidet sich durch einen verstarkten, konischen Rand, und 3 große Löcher zum Aufhängen. Die konische Form erleichtert das Nachfüllen von Wasser. Die gesamte Form des Orchi-Pot verjüngt sich nach der Gießöffnung im oberen Viertel und wird zum Boden hin wieder breiter. So rutschen frisch aufgebundene Pflanzen nicht mehr nach unten weg, sind besser fixiert und können sich in Ruhe etablieren.
In die Oberfläche des Orchi-Pots sind leichte Vertiefungen eingearbeitet, zusammen mit der rauhen Oberfläche wird die Wasserverdunstung gesteigert, gerade in der Anfangsphase, in der sich das Moos bildet, ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Wie binde ich Pflanzen auf den Orchi-Pot?

Man kann den Orchi-Pot von alleine zumoosen lassen. Dafür wird die Oberfläche dünn mit Naturjoghurt eingerieben, und ständig mit Wasser gefüllt gehalten. Der Orchi-Pot sollte feucht warm und halbschattig stehen. Nach 1-2 Monaten bilden sich zuerst Algen, nach weiteren 1-2 Monaten kann sich das erste Moos bilden. Man kann auch die Oberfläche mit zerriebenen Moossporen aus dem Wald einreiben. Wenn das Moos gekeimt ist, können die ersten Pflanzen aufgebunden werden.
Die meisten möchten nach Erhalt ihres Orchi-Pots schnell aktiv werden. In diesem Fall sollte zuerst eine Unterlage aufgebunden werden, die kann aus Chilenischem Sphagnum, Plattenmoos (aus dem Wald), Hygrolon oder anderen Materialien bestehen. Es sollte auf keinen Fall direkt auf den Ton aufgebunden werden: Durch die Verdunstung entsteht Kälte, die das Wurzelwachstums der Pflanzen hemmt.
Zum Aufbinden eignen sich fast alle Mini-Orchideen und Pflanzen, die feine Wurzeln haben. Pflanzen mit dicken Wurzeln fangen oft an zu faulen. Farne, Zwergusambaras, Chirita, Peperomien u.v.m. sind hervorragend geeignet. Aufgebunden werde sollte mit Orchi-Flex, das Band schneidet nicht ein, ist elastisch und hält aufgrund der konischen Form die Pflanzen an Ort und Stelle.
Nun noch an einer hellen Stelle aufhängen, und sich freuen, je nach Grösse reicht wöchentliches Auffüllen mit Wasser aus. Bitte Dünger immer über das Sprühwasser geben, nicht in den Giesstopf füllen. Der Ton wird sonst brüchig und kann zerbrechen. Aber auch in der Natur wird nicht gedüngt, man kann es einfach so wachsen lassen.