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Asseln

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Asseln ernähren sich in erster Linie von alten Substratteilen: Sie bauen organisches Material ab und reichern den Boden mit Nährstoffen an, was sie zu „Destruenten“ macht. Sie fressen abgestorbene Pflanzen, welkes Gemüse und Obst, aber auch Pilze. Erst wenn der Befallsdruck zu hoch wird (Nahrungsangebot geringer als Nachfrage), werden frische Pflanzenteile angefressen, weiche frische, Junge Blätter, Wurzelspitzen, aber auch frische Blütentriebe gehören zur bevorzugten Spreise. Ebenso kann die Fraßtätigkeit die aerobe Struktur der Substrate zerstören, was langfristig zu Fäulnis führen kann. Ebenso kann die "Kompostierung" des Substrats zu einem erhöhten bzw. zu hohen Nährstoffangebot führen.
Die Fraßspruren ähneln dem Schneckenbefall, allerdings fehlen die Schleimspuren.

Asseln gehören zu den Krebstieren und stammen ursprünglich aus dem Meer. Weltweit sind ca. 3700 Landasselarten bekannt, davon sollen ca. 50 in Deutschland vorkommen. Asseln haben sieben Beinpaare und eine gleichbleibende Zahl von Körpergliedern. Die Kiemen sitzen an den hinteren Beinen. Verschiedene Arten zeigen jedoch unterschiedliche Anpassungsstufen an ein Leben an Land, so gibt es neben der Kiemenatmung auch Arten mit anderen Respirationsorganen wie Tracheen oder Lungen.
Auch wenn die meisten Landasseln Trachealorgane (offene Atmungssystem wie bei Insekten) entwickelt haben, so benutzen sie trotzdem noch die Kiemen, die sich an den hinteren Beinen befinden. Daher benötigen Asseln feuchte Verstecke, langer Aufenthalt in Trockenheit würde die Kiemen absterben lassen.
Die häufigsten Arten sind:
Kugelasseln (Armadillidium sp.)
Kellerasseln (Porcellio scaber Latr.)
Mauerasseln (Oniscus asellus L.). Di

Asseln sind getrenntgeschlechtlich, es gibt Männchen und Weibchen. Die Geschlechtsreife erreichen die Tiere artabhängig im ersten bis dritten Lebensjahr. Die Paarung erfolgt ohne Paarungsrituale, meist nur 1x im Jahr. Nach der Paarung häuten sich die Weibchen und entwickeln dabei zwischen den Laufbeinhüften einen Brutraum, der als Marsupium bezeichnet wird. In diesen Brutraum werden 10-70 (je nach Art auch mehr) Eier gelegt, die in einer körpereigenen Flüssigkeit wie in einem „tragbaren Aquarium“ geschützt heranreifen. Nach 40 bis 50 Tagen können die Jungtiere schlüpfen und müssen alleine überleben. Der zu diesem Zeitpunkt noch sehr dünne Panzer des Weibchen wird nach dem Eischlupf in einer Doppelhäutung ersetzt und verhärtet dann.

Hygiene und keine feuchten Verstecke sind die Grundlage der Bekämpfung. Chemisch kann mit denselben Mitteln, die auch bei der Schneckenbekämpfung eingesetzt werden, gearbeitet werden.

Da Asseln eher in einem Gewächshaus als in einer Wohnung vorkommen, sollten feuchte Verstecke komplett trockengelegt werden. Umtopfen zur richtigen Jahreszeit in frische, strukturstabile Substrate ist ebenso wichtig. Der Einsatz von Nemaotoden hilft nur bei der Bekämpfung von frisch geschlüpften Jungtieren. Erwachsene Tiere werden nicht geschädigt.

Diese Behandlungsmethoden aus dem Jahr 1848 dienen nur zur Information und Unterhaltung. Bitte beachten Sie, das der Einsatz mancher, hier erwähnter Chemikalien heute nicht mehr erlaubt ist, da sie gesundheits- (auch für den Anwender) und sehr umweltschödlich sein können. Lesen, nachdenken und schmunzeln ist erlaubt, aber nicht nachmachen.