Thrips (Blasenfuß, Fransenflügler)
- Bilder
- Schadbild
- Biologie
- Vermehrung
- Bekämpfung
- Biologische Bekämpfung
- Historisches
Durch Thripse geschädigte Pflanzen haben Aufhellungen auf der Blattunterseite öhnlich wie von Roter Spinne, es fehlen aber die Spinnfäden und die Löcher sind gröber. Später vertrocknen die Blätter und werden braun, meist finden sich dann auch reichlich schwarze Kottropf.
Blütentripse leben höufig in den Knospen, und verursachen massive Deformationen. Die häufigsten Thripsarten sind Frankliniella occidentalis und Thrips tabaci.
Weltweit sind ca. 5500 Arten bekannt, davon leben >230 in Deutschland. Häufig werden (Blüten)Thripse auch mit Pflanzenimporten nach Deutschland gebracht, die den Gartenbau öfter vor große Probleme stellen.
Im Volksmund heißen Thripse auch Fransenflügler, Gewitterfliegen, Gewittertierchen, Gewittertiere, Gewitterwürmchen oder Schwarze Fliege. Die Tiere sind geflügelt, auch wenn Thripse nur selten fliegen. Die Beißwerkzeuge (Mandibeln) ermöglichen den Tieren zu saugen und zu stechen. Die meisten Tiere sind 1mm groß, es gibt aber auch mit bis zu 3mm. Die Nymphen sind kleiner und weißlich durchsichtig, die erwachsenen Tiere hell dunkel gebändert.
Thripse vermehren sich in erster Linie durch Jungfernzeugung (Parthenogenese),aber auch eine geschlechtliche Vermehrung ist möglich. Das Männchen kann die Weibchen besteigen und befruchten, aus unbefruchteten Eier entstehen immer Männchen. Das Verhältnis von Weibchen zu Männchen wurde nur selten untersucht, und liegt bei 4:1. Bei den meisten Arten lassen die Weibechen nur eine Befruchtung zu. Auch die weitere Entwicklung von den Eiern ist sehr variabel.
Blautafeln und das Jäten von Unkraut in unmittelbarer Entfernung sind eine Grundlage. Chemisch können viele Insektizide eingesetzt werden, die behandlung muß im Abstand von 3-7 Tagen wiederholt werden.
Erfolgversprechend ist die Ausbringung von Raubmilben im Tütensystem. In den Tütchen befinden sich neben der Kleie als Trägerstoff auch Vorratsmilben (Tyrophagus sp.), von denen sich die Raubmilben ernähren. Sie sind daher als Zuchtstation zu verstehen, in denen genügend Futter zur Verfügung steht, welches die Grundlage für eine laufende Vermehrung der Raubmilben bildet.
Diese Behandlungsmethoden aus den vergangenen Jahrhunderten zeigen deutlich, das Thripse schon immer eine Plage waren. Diese Artikel dienen nur zur Information und Unterhaltung. Bitte beachten Sie, das der Einsatz mancher, hier erwähnter Chemikalien heute nicht mehr erlaubt ist, da sie extrem gesundheits- (auch für den Anwender) und sehr umweltschödlich sein können. Lesen, nachdenken und schmunzeln ist erlaubt, aber nicht nachmachen.