Tausendfüsser, auch Tausendfüssler
- Bilder
- Schadbild
- Biologie
- Vermehrung
- Bekämpfung
- Biologische Bekämpfung
- Historisches
Bei hohem Befallsdruck nagen die Tiere die Wurzelspitzen oder den Wurzelhals an, auch Löcher in den Wurzeln sind möglich. Da die Tiere in feuchten Böden leben, kommt es meist zu Schäden durch pilzlich Erkrankungen. Bei starker Vermehrung der Tiere werden auch die Substrate komplett zersetzt, was die Wurzeln durch Sauerstoffmangel zusätzlich schädigt.
Tausendfüßer: Wird oft als die „richtige“ Form angesehen, besonders in wissenschaftlichen Kontexten.
Tausendfüßler: Wird ebenfalls häufig verwendet, besonders im allgemeinen Sprachgebrauch.
Die Gruppe der Doppelfüßer soll >12.000 bekannten Arten beinhalten, von Hundertfüßern, die lebendige Beute jagen, soll es 3500 Arten geben . Die Zwergfüßer sind mit etwa 150 Arten vertreten, un von den Wenigfüßern sind ca. 550 Arten bekannt. Im Jahr 2021 wurde in Australien mit Eumillipes persephone ein Tier gefunden, an dem 1306 Beine gezählt wurden.
Als Schädling spielt neben eingeschleppten Arten der der Getüpfelte Tausendfuß (Blaniulus guttulatus Bosc.) eine Rolle. Sie ernähren sich in erster Linie von den Wurzeln. Sie sind leichtt an 2 Beinpaaren pro Segment zu erkennen. Zwergfüßer tragen nur ein Beinpaar je Körpersegment. In den feuchten, humosen Substraten kann der Gewächshauszwergfüßer (Scolopendrella immaculata Newp.) eine Rolle spielen.
Die Vermehrung erfolgt zumeist geschlechtlich, die Männchen übertragen Sperma mittels umgewandelter Beine (Gonopoden) auf das Weibchen, bei einigen Arten ist die Vermehrung parthenogenetisch (Jungfernzeugung). Nach der Befruchtung legen die Weibchen die Eier in der Erde, zum Schutz mit Kot oder Substrat umhüllt, ab, aus denen Larven mit wenigen Beinpaaren und Segementen schlüpfen. Nach mehrfachen Häutungen wachsen die Larven heran, entwickeln dabei mehr Segmente und Beine, bis sie ausgewachsen und geschlechtsreif sind. Die Entwicklung kann mehrere Jahre betragen.
Sauberes, steriles Substrat, angepasstes Giessen. Gut durchlüftete Substrate werden nur selten von Tausendfüssern befallen. Das Einstreuen von Schneckenkorn kann den Befall vermindern.
Ein Ausbringen von Nematoden Steinernema feltiae Filipjev kann den Befall schnell mindern. Gute Möglichkeiten für den biologischen Pflanzenschutz bietet auch der Einsatz von Raubmilben (Hypoaspis miles Berl., Hypoaspis aculeifer Can.). Die bodenbewohnenden Nützlinge ernähren sich polyphag von vielen Bodenschädlingen und können sich in Gewächshäusern gut etablieren. Gegen Zwergfüßler sind Aufwandmengen von 50-100 Tieren je m² auszustreuen.
Über Tausendfüssler war in der zur Verfügung stehenden Literatur nichts zu finden. Da aber immer extrem gifitge Chemikalien wie Arsen, Nikton und Cyanide zum Einsatz gekommen sind, hatten die Tiere von vornherein keine Überlebenschance.