Weiße Fliege (Mottenschildlaus)
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Die Weiße Fliege sticht in die Blattunterseite, und saugt den Pflanzensaft. Der Befall führt zu Verfärbungen und Welke: Blätter werden gelb, bekommen Flecken und sterben ab. Durch die Ausscheidung von Honigtau verkleben die Atemöffnungen und Rußtau (Schwarze Pilzbeläge auf dem Honigtau) entsteht in der Folge. Die erwachsenen Tiere und ihre durchsichtigen Larven sitzen meist auf der Blattunterseite und schwärmen bei Erschütterung auf. Bei Orchideen ist die Weiße Fliege relativ selten, aber weichlaubige Arten werden meist dann befallen, wenn andere Wirtspflanzen in der Nähe wachsen.
Von der Mottenschildlaus, im Volksmund Weiße Fliege genannt, gibt es weltweit ca. 1500 Arten, in Deutschland aber nur knapp 15. Die Gewächshaus Mottenschildlaus wure wahrscheinlich 1848 aus Südamerika eingeschleppt. Die Tiere sind nur ca. 1,5mm groß, die Weibchen meist etwas größer als die Männchen.
Die Fortpflanzung findet sexuell mit Weibchen und Männchen statt. Befruchtete, oval weiße Eier werden zu Weibchen, unbefruchtete zu Männchen, das Verhältnis ist ca. 1:1. Die Weibchen legen gestielte Eier auf der Blattunterseite ab, es folgen bis zu 4 Larvenstadien (Nympfen pder Crawler), nach 3-4 Wochen schlüpfen die fertigen, geflügelten, weißen Filegen. Temperaturen um 20-25 °C und hohe Luftfeuchte sind ideal und verkürzen die Entwicklungszeit drastisch.
Der chemische Pflanzenschutz muss konsequent und wiederholt durchgeführt werden. Bei Befall sind mindestens 2-3 Behandlungen im Abstand von 2 Wochen nötig. Es empfiehlt sich, abends nasse Pflanzen zu sprühen, damit das Spritzmittel lange auf der Pflanze liegenbleibt, und unter die Schilde eindringen kann. Systemische Mittel sind unbedingt zu bevorzugen, aber auch Neemölpräparate können eine postive Wirkung zeigen. (Achtung bei der Verwendung von Neemölpräparaten bei Orchideen)
Gelbtafeln können rechtzeitig auf einen Befallsbeginn hinweisen, siind abe rnicht ausreichend für eine sichere Bkämpfung. Schlupfwespen, besonders die Erzwespe Encarsia formosa wird als biologische Schädlingsbekämpfung eingesetzt. Diese parasitieren die Larven (Nymphen) der Weißen Fliegen und legen ihre Eier darin ab. Daraufhin werden diese schwarz. Aus den schwarzen Puparien schlüpfen später neue Schlupfwespen, wodurch sich eine Schlupfwespenpopulation aufbaut.
Über Weisse Fliege speziell war in der zur Verfügung stehenden Literatur nichts zu finden. Da aber immer extrem gifitge Chemikalien wie Arsen, Nikton und Cyanide zum Einsatz gekommen sind, hatten die Tiere bei jeder dieser Behandlungsmethoden von vornherein keine Überlebenschance.