Blattläuse
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Durch Blattläuse zerstörtes Blatt
Blattläuse gehören zu den saugenden Insekten. Gerade in weiche, frische Pflanzenteile stechen sie gerne ein, saugen den PFlanzensaft und drücken einen Teil wieder zurück. Da sie sehr beweglich sind und schnell von Pflanze zu Plfanze wechseln können, sind sie ein gefürchteter Virusüberträger in Monokulturen.
Ansonsten schädigen sie überwiegend die Blüten, jungen Triebe und weiche Blätter. In der Folge scheiden sie Honigtau aus und locken damit andere Insekten (auch Ameisen). Der Homgitau verschließt die Poren, behindert die Pflanze bei der Atmung, und Schwärzepilze (Rußtau) treten früher oder später auf. Auch kann die Absonderung giftiger Speichel Missbildungen, Deformationen, Kräuselungen oder Verdrehungen der Blätter hervorrufen.
Blattläuse sind kleine Insekten, die nur wenige Millimetern groß werden. (Ausnahmen bis 7mm) Die Tiere leben als Pflanzensauger (Phloemsauger) und haben einen Stechrüssel. Aus dem Saft werden fast nur die Aminosäure verarbeitet, die Kohlehydrate werden als Honigtau wieder ausgeschieden.
Die meisten Arten sind ungeflügelt, bei Generationswechsel gibt es aber auch geflügelte Formen. Diese verbreiten sich sehr schnell, und wechseln dann auch häufig den Wirt. Die eigentliche Vermehrung erfolgt durch Jungfernzeugung (Parthenogenese).
Die häufigsten Arten am Zierpflanzen sind:
Grüne Pfirsichblattlaus (Myzus persicae Sulz.): Grünlich bis rötlich gefärbt
Grüne Gurkenlaus, Baumwolllaus (Aphis gossypii Glover): Dunkelgrün marmoriert, hellgrün bis gelb
Grünfleckige Kartoffelblattlaus (Aulacorthum solani Kalt.): Hellgrün gefärbt mit überkörperlangen Fühlern
Grünstreifige Kartoffellaus (Macrosiphum euphorbiae Thomas): Gelblich-grün gefärbt mit schwarzen Siphonen und überkörperlangen Fühlern
Gefleckte Gewächshauslaus (Myzus circumflexus Buckton)
Gepunktete Gewächshauslaus (Myzus ornatus Laing.)
Geburt einer befruchteten Blattlaus
Nur noch sehr wenige Arten vermehren sich geschlechtlich. In den allermeisten Fällen bringen die Weibhchen bereits befruchtete, voll eintwickelte Jungtiere zur Welt. Bei vielen Arten können nach 20-40 Zyklen der Parthenogenese geschlechtliche Entwicklungen stattfinden, es kann aber auch komplett entfallen. Bei Gefahr wie z. Bsp. bei Marienkäfern werden Alarm Duftstoffe in die Luft gestoßen, diese sorgen dafür, das sich sofort wieder eine geschlechtliche Vermehrung mit geflügelten Eltern stattfindet.
Für Blattläuse gibt es zahlreiche Spritzmittel, die meistens sofort helfen. Allerdings sind einige Arten wie die Grüne Pfirsichblattlaus (Myzus persicae Sulz.) und die Grüne Gurkenlaus, acuh Baumwolllaus (Aphis gossypii Glover) gegen viele Wirkstoffgruppen immun.
Die biologische Bekämpfung von Blattläusen ist genauso vielfältig wie Anzahl der Arten. Feinde wie der Australische Marienköfer, die Florfliege und Schlupfwespen können bei richtiger Anwendung durchaus Erfolg versprechen, lohnen sich aber nicht für einen Einsatz auf der Fensterbank.
Weit verbreitete Hausmittel sind Abwischen, Spritzen von Seife oder Milch, Brennessel und Tabaksud.
Diese Behandlungsmethoden aus dem Jahr 1848 dienen nur zur Information und Unterhaltung. Bitte beachten Sie, das der Einsatz mancher, hier erwähnter Chemikalien heute nicht mehr erlaubt ist, da sie gesundheits- (auch für den Anwender) und sehr umweltschödlich sein können. Lesen, nachdenken und schmunzeln ist erlaubt, aber nicht nachmachen.